16.04.2010: Sonnenschein und Donnergrollen
21. April 2010 | 05:43 Uhr
Nach all der Aktivität gestern, war es heute wieder Zeit, sich im Sokha Beach Resort in der Sonne zu aalen und nichts weiter zu tun, als hin und wieder eine Seite im Buch umzublättern oder sich im Wasser abzukühlen. Dass die Sonne heute mal ausnahmsweise nicht von einem blauen Himmel auf uns herunterstrahlte, sondern sich immer mal wieder hinter Wolken versteckte, störte uns nicht im geringsten und war eher angenehm.
Im Laufe der Zeit wurde aus den vereinzelten Wolken aber eine dicke Wolkendecke, die zudem eine fast schwarze Farbe annahm und vermuten ließ, dass es in Kürze ein ordentliches Gewitter geben würde. Eher als geplant brachen wir daher unseren “Sonnenanbetertag” ab und machten uns auf den Weg zu den vor dem Resort wartenden Tuk Tuk Fahrern. Die Preisverhandlungen vor dem Resort hatte sich bereits bei den letzten Malen als besonders schwierig gestaltet, da die Fahrer im Hinblick auf die Preisklasse des Resorts (eine Nacht kostet da mal eben 140 US Dollar) teilweise das dreifache von dem verlangen, das wir noch auf der Hinfahrt gezahlt haben. Die Begründung der Fahrer war allerdings, dass man uns in diese Richtung ja den Hügel hinauf- statt herunterfahren müsste.
Bisher hatte man uns aber immer zu dem Preis zu unserem Gästehaus zurückgebracht, den wir zu zahlen bereit waren, da wir in den vergangenen Wochen eine gut funktionierende Verhandlungstaktik erprobt hatten: statt Minutenlang herumzudiskutieren, einfach ohne Zögern ablehnen und entschlossen weggehen. Normalerweise eilt einem der Tuk Tuk Fahrer dann hinterher und erklärt sich mit dem genannten Preis einverstanden…ja…zumindest normalerweise. Heute hingegen befestigte der Fahrer in aller Ruhe Planen zum Schutz gegen den bevorstehenden Regen an seinem Gefährt und ließ uns ziehen. Da bereits die ersten Tropfen vom Himmel fielen und ein Fußmarsch von mindestens einer halben Stunde vor uns lag, wollte Fabian sich mit dem vom Fahrer genannten Preis einverstanden erklären aber dickköpfig wie ich manchmal sein kann, bestand ich darauf, zu Fuß zu gehen.
Der Regen wurde stärker und gerade als Fabian Verhandlungen mit einem anderen Tuk Tuk Fahrer beginnen wollte, näherte sich von hinten der bisher sture Fahrer. Mit der etwas hämischen Frage, ob wir denn durch den Regen laufen wollten, verlangte er erneut den höheren Preis. Das war auch Fabian zu viel und nach einem gemeinsamen “Ja, das wollen wir!”, marschierten wir weiter. Nun war er scheinbar davon überzeugt, dass wir es ernst meinen und er erklärte sich dann doch bereit, uns zu dem von uns genannten Preis zu fahren. Na also, geht doch!
Kaum hatten wir Platz genommen fing es richtig heftig an zu regnen und trotz der angebrachten Planen blieben wir nicht ganz trocken und die wenigen Meter, die wir zum Gästehaus laufen mussten (aufgrund des katastrophalen Zustands der Straße, weigern sich viele Fahrer dort lang zu fahren und setzen einen vorher ab) reichten aus, um uns klitschnass werden zu lassen. Da hätten wir doch laufen können…