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19.04.2010: Der letzte Tag

21. April 2010 | 05:46 Uhr

Der letzte Tag in Kambodscha begann mit einer vierstündigen Busfahrt zurück nach Phnom Penh…und, den Long Island Iceteas geschuldet, einem kleinen Kater. Zurück in die schwüle Hitze der Großstadt, wäre sicher auch eine passende Bezeichnung für die heutige Fahrt. Für die letzten Stunden hatten wir uns nichts mehr vorgenommen und verbrachten lediglich zwei Stunden in der Sorya Mall, wo Melanie noch ein paar günstige Schuhe erstand. Die Stunden bis zum Abendessen verbrachten wir dann vorwiegend vor dem Fernsehen und schauten CNN, in der Hoffnung, dass die europäischen Flughäfen wieder geöffnet werden und wir morgen Nacht zurück nach Deutschland kommen.

Den Abschluss unserer Wochen in Kambodscha bildete das Abendessen in dem kleinen Restaurant, an dem wir bereits am ersten Abend in Phnom Penh gegessen hatten. Ein letztes Mal leckeres Khmer Curry. Es wird mir fehlen.

18.04.2010: Wieder Unterwasser

21. April 2010 | 05:45 Uhr

Das Wetter war heute dann wirklich wieder besser und wir hatten einen angenehmen Sonne-Wolken-Mix. Dieses Mal waren wir lediglich drei Taucher, so dass wir das Boot nahezu ganz für uns alleine hatten. Aufgrund des stärkeren Wellengangs und ungünstigen Strömungen steuerten wir wieder die gleichen Tauchplätze wie vor drei Tagen an. Da es uns beim ersten Mal schon so gut gefallen hatte, störte uns dies natürlich nicht im Geringsten. Beim ersten Tauchgang stießen wir gleich zu Beginn auf einen großen Schwarm Barrakudas, aber hauptsächlich bestaunten wir wieder das Makroleben unter Wasser. Ich frage mich angesichts der unglaublich faszinierenden Lebewesen ernsthaft, warum einige Taucher nicht viel dafür übrig haben und immer nur die großen Fische sehen wollen. Ganz am Ende des Tauchgangs hatten wir dann endlich Glück und sahen unser erstes Seepferdchen! Beim auftauchen schaffte unser Boot es dann beinahe, uns über den Haufen zu fahren.

Im Anschluss an die Mittagspause, die wir zum Teil auf dem Sonnendeck verbrachten, folgte Tauchgang zwei. Erneut sahen wir viele unterschiedliche Spezies von Nacktschnecken und tropischen Fischen und ich schwamm mit den Fledermausfischen um die Wette…natürlich waren sie immer schneller. Wir genossen ausgiebig unsere vorerst letzten Tauchminuten in tropischen Gewässern, bevor wir dann demnächst mit den kalten Seen in Deutschland Vorlieb nehmen müssen. Als wir aus dem Wasser kamen, sagte uns der Skipper, dass wir noch das Boot vom Eco Dive Tauchcenter abschleppen müssen, da diese mit Maschinenproblemen ganz in der Nähe hilflos auf dem Wasser trieben. Puh, da hatten wir uns also in der Tat für das richtige Tauchcenter, die Scuba Nation, entschieden.

Die Rückfahrt verbrachten wir dann komplett auf dem Sonnendeck, wo wir ein letztes Mal Sonne und Meer in Kambodscha genossen.

Unseren letzten Abend in Sihanoukville ließen wir beim BBQ direkt am Strand ausklingen. Da die Neujahrs-Feiertage vorbei und somit auch die Kambodschaner wieder zu Hause sind, konnten wir das Abendessen mit Meeresrauschen auch in Ruhe genießen. Zurück im Hotel saßen wir noch kurz an der Bar, wo ich drei der wahrscheinlich weltweit stärksten Long Island Iceteas trank, bevor wir dann die äußerst unschöne Aktivität Rucksäcke packen in Angriff nahmen.

17.04.2010: Regentag

21. April 2010 | 05:45 Uhr

Was waren wir heute faul. Aus dem Bett zum Frühstück, dann wieder zurück in unser klimatisiertes Zimmer umziehen und dort auf dem Bett der kühlen Luft hingeben, lesen, ein bisschen Fernsehen und im Internet surfen. Mehr ging heute auch nicht, da das Wetter leider nicht zu Aktivitäten unter freiem Himmel animierte, außer wir wollten wieder so nass wie gestern werden. Ein bisschen schade, dass einer der letzten Tage so “vergeudet” war, aber zum Glück soll das Wetter morgen wieder besser sein, wenn wir ein letztes Mal Tauchen gehen.

16.04.2010: Sonnenschein und Donnergrollen

21. April 2010 | 05:43 Uhr

Nach all der Aktivität gestern, war es heute wieder Zeit, sich im Sokha Beach Resort in der Sonne zu aalen und nichts weiter zu tun, als hin und wieder eine Seite im Buch umzublättern oder sich im Wasser abzukühlen. Dass die Sonne heute mal ausnahmsweise nicht von einem blauen Himmel auf uns herunterstrahlte, sondern sich immer mal wieder hinter Wolken versteckte, störte uns nicht im geringsten und war eher angenehm.

Im Laufe der Zeit wurde aus den vereinzelten Wolken aber eine dicke Wolkendecke, die zudem eine fast schwarze Farbe annahm und vermuten ließ, dass es in Kürze ein ordentliches Gewitter geben würde. Eher als geplant brachen wir daher unseren “Sonnenanbetertag” ab und machten uns auf den Weg zu den vor dem Resort wartenden Tuk Tuk Fahrern. Die Preisverhandlungen vor dem Resort hatte sich bereits bei den letzten Malen als besonders schwierig gestaltet, da die Fahrer im Hinblick auf die Preisklasse des Resorts (eine Nacht kostet da mal eben 140 US Dollar) teilweise das dreifache von dem verlangen, das wir noch auf der Hinfahrt gezahlt haben. Die Begründung der Fahrer war allerdings, dass man uns in diese Richtung ja den Hügel hinauf- statt herunterfahren müsste.

Bisher hatte man uns aber immer zu dem Preis zu unserem Gästehaus zurückgebracht, den wir zu zahlen bereit waren, da wir in den vergangenen Wochen eine gut funktionierende Verhandlungstaktik erprobt hatten: statt Minutenlang herumzudiskutieren, einfach ohne Zögern ablehnen und entschlossen weggehen. Normalerweise eilt einem der Tuk Tuk Fahrer dann hinterher und erklärt sich mit dem genannten Preis einverstanden…ja…zumindest normalerweise. Heute hingegen befestigte der Fahrer in aller Ruhe Planen zum Schutz gegen den bevorstehenden Regen an seinem Gefährt und ließ uns ziehen. Da bereits die ersten Tropfen vom Himmel fielen und ein Fußmarsch von mindestens einer halben Stunde vor uns lag, wollte Fabian sich mit dem vom Fahrer genannten Preis einverstanden erklären aber dickköpfig wie ich manchmal sein kann, bestand ich darauf, zu Fuß zu gehen.

Der Regen wurde stärker und gerade als Fabian Verhandlungen mit einem anderen Tuk Tuk Fahrer beginnen wollte, näherte sich von hinten der bisher sture Fahrer. Mit der etwas hämischen Frage, ob wir denn durch den Regen laufen wollten, verlangte er erneut den höheren Preis. Das war auch Fabian zu viel und nach einem gemeinsamen “Ja, das wollen wir!”, marschierten wir weiter. Nun war er scheinbar davon überzeugt, dass wir es ernst meinen und er erklärte sich dann doch bereit, uns zu dem von uns genannten Preis zu fahren. Na also, geht doch!

Kaum hatten wir Platz genommen fing es richtig heftig an zu regnen und trotz der angebrachten Planen blieben wir nicht ganz trocken und die wenigen Meter, die wir zum Gästehaus laufen mussten (aufgrund des katastrophalen Zustands der Straße, weigern sich viele Fahrer dort lang zu fahren und setzen einen vorher ab) reichten aus, um uns klitschnass werden zu lassen. Da hätten wir doch laufen können…

15.04.2010: Tauchen in Kambodscha

17. April 2010 | 14:03 Uhr

Um kurz nach sieben machten wir uns auf den Weg zum Tauchcenter, der gerade mal zwanzig Meter von unserem Gästehaus entfernt liegt. Der Rest der Gruppe (insgesamt waren wir sieben) war bereits dort und so wurden wir nur noch schnell einander vorgestellt, bevor uns der Minibus zum Hafen brachte. Zwischen uns und dem Boot lag jetzt nur noch ein Steg, dessen wackelige und teils ziemlich morsche Bretter Bilder eines unfreiwilligen Bades herauf beschworen. Doch alles ging gut und wir erreichten trockenen Fußes das Boot, wo schon ein kleines aber feines Frühstück auf uns wartete.

Nach ca. zwei Stunden entspannter Bootsfahrt erreichten wir unsere erste Tauchstelle vor der Insel Koh Rung Samloem. Während wir in unseren Wetsuit schlüpften und unsere Ausrüstung anlegten, diskutierte unser Divemaster James mit dem Kapitän des Bootes und einem anderen Divemaster, ob wir wirklich an dieser Stelle unseren Tauchgang beginnen können oder ob das Boot seine Position noch mal ändern muss, da sie sich über Stärke und vor allem Richtung der Strömung nicht einig waren. James beschloss, dass eine Änderung der Position nicht notwendig ist, wir hüpften ins Wasser und das Tauchvergnügen konnte beginnen.

Die Sichtweite war zwar nicht ganz so großartig wie bei unseren Tauchgängen in Nha Trang, aber auf jeden Fall deutlich besser als die lausigen zwei Meter Sicht, die wir auf Phu Quoc hatten. Das Besondere an dieser Tauchstelle war, das wir nicht wie bisher entlang eines Riffs, sondern überwiegend über Sandboden getaucht sind, auf dem vereinzelt Korallen sowie kleinere und größere Felsbrocken verstreut waren. So sahen wir zwei keine großen Fische, konnten aber stattdessen ein sehr interessantes Makroleben bestaunen. Zu den Highlights zählten hierbei zwei Dekorier-Spinnenkrabbe, Mini-Shrimps sowie mindestens fünf unterschiedlichen Spezies von Nacktschnecken. Nach knapp einer Stunde verließen wir die Unterwasserwelt vorübergehend und während das Boot die zweite Tauchstelle des Tages vor der kleinen Insel Koh Koun ansteuerte, stärkten wir uns bei einem leckeren Mittagessen, das der Kapitän und sein Schiffsjunge während unseres Tauchganges zubereitet hatten.

Auch bei unserem zweiten Tauchgang war die Sichtweite in Ordnung, wenn auch etwas schlechter als noch beim vorherigen Tauchgang. Dieses Mal erkundeten wir wieder ein Riff, das uns verschiedenste bunte Korallen und die üblichen Verdächtigen der tropischen Unterwasserwelt bot. Am beeindruckendsten waren jedoch die Langflossen-Fledermausfische, denen wir zunächst vereinzelt und schließlich in einem großen Schwarm von ca. 20-30 Fischen begegneten. Gar nicht scheu, sondern vielmehr neugierig schwammen sie um uns herum und folgten uns sogar teilweise. Das nahm meine Aufmerksamkeit so sehr in Anspruch, dass ich leider den großen Kugelfisch verpasste, den Fabian und James entdeckten. Bevor Fabian mich auf ihn aufmerksam machen konnte, hatte der lustige aber sehr scheue Kamerad sich bereits aus dem Staub gemacht.

Als wir während der Rückfahrt auf dem Sonnendeck rumlümmelten beschlossen wir, dass dies doch nicht die letzten Tauchgänge unserer Reise bleiben sollten und wir in den nächsten Tagen noch einen letzten Tagestrip machen wollten. Zurück im Hafen hieß es erneut den abenteuerlichen Steg zu überstehen. Bevor uns der Minibus zurück zum Tauchcenter brachte, durften wir noch beobachten, wie ein paar einheimische Kinder das Verbot der Regierung ignorierten und fleißig mit Wasser gefüllte Plastikbeutel auf vorbeifahrende Motorräder warfen. Und die Kinder waren nicht die einzigen. Während der Fahrt sahen wir, wie sich auch die Motorradfahrer gegenseitig mit Wasserbeuteln bombardierten. Zum Glück saßen wir sicher geschützt hinter dicken Glasscheiben.

14.04.2010: Wir feiern dann noch mal Sylvester

16. April 2010 | 05:13 Uhr

Der Tag heute war im Grunde wie der gestrige. Hier daher nur die Abweichungen:

  • Morgens vor dem Strand noch schnell die Tauchausrüstung anprobiert, damit morgen auch alles gut sitzt.
  • Heute zuerst einmal ein bisschen am Pool gelegen, weil das Wasser kälter ist als das Meer und somit eine bessere Erfrischung bietet.
  • Etwas eher von Strand weg, da sich ein leichter Sonnenbrand ankündigte (der in Melanies Gesicht dann mit der Zeit noch die Farbe von Pumuckels Haaren annahm).
  • Abendessen in einem anderen Restaurant in der Nähe, auf dem Rückweg zum Hotel von einem kleinen Jungen mit einer Wasserpistole nass gespritzt worden.

Was, warum spritzt uns denn ein Junge nass, werden sich vielleicht einige fragen. Ganz einfach, heute und die kommenden zwei Tage ist das Khmer Neujahrsfest. Und das wird etwas anders gefeiert als unser Sylvester. Zwar gibt es auch ein paar Raketen, aber ansonsten feiern die Kambodschaner einfach fleißig drei Tage lang was das Zeug hält und spritzt gerne mit Wasser in der Gegend rum. Bis vor wenigen Jahren hätte das noch ganz andere Züge angenommen, da wären wir wahrscheinlich klitschnass (und bunt, denn es wurde früher auch mit Farbpulver geworfen) ins Hotel zurückgekommen. Aber die Regierung hat das Wasserwerfen offiziell verboten, da die Mopedunfälle in den drei Tagen rapide zugenommen haben, da auch die Fahrer mit Wasser und sogar teilweise Wasserflaschen beworfen wurden. Allerdings haben wir heute von der ganzen Feierei noch nicht so viel mitbekommen, obwohl gerade Sihanoukville für die Feiertage das beliebteste Urlaubsziel der Einheimischen ist. Naja, morgen Abend machen wir uns dann mal auf die Suche nach dem richtigen Trouble. Heute gehen wir aber zeitig schlafen, damit wir morgen früh fit fürs Tauchen sind. Gute Nacht!

13.04.2010: Strandparadies

16. April 2010 | 05:10 Uhr

Frühstücken und ab zum Strand! Mit einem Tuk Tuk ließen wir uns zum ungefähr 3 Kilometer entfernten Sokha Beach bringen, dem schönsten Strand von Sihanoukville. Zum Glück hatte der Reiseführer nicht zu viel versprochen, denn uns erwartete ein heller, fast weißer und vor allem sauberer Sandstrand, glasklares Wasser und nette Liegen unter Palmen. Warum dieser Strand so viel anders (und sauber) ist, als die anderen, hat seinen Grund: es ist ein Privatstrand der zu einem 5-Sterne Hotel gehört. Zum Glück kann man aber für 4 Dollar den Strand und Pool benutzen, Handtücher inklusive.

Glücklich, einen wirklich schönen Strand zum Entspannen gefunden zu haben, verbrachten wir dann auch den ganzen Tag abwechselnd mit Lesen, Schwimmen, Liegen, Umdrehen, Einnicken.

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Vor dem Abendessen gingen wir noch zur Scuba Nation, einem der ortsansässigen Tauchcenter und buchten einen Tagestrip für Donnerstag. Der erste der letzten Urlaubstage fand seinen Abschluss wieder im Hotelrestaurant.

12.04.2010: Endspurt

13. April 2010 | 17:42 Uhr

Auf zur letzten Etappe! Auf nach Sihanoukville, wo wir die letzten Tage unserer Weltreise lediglich mit langen Tagen am Strand und Tauchen verbringen wollen.

Dafür mussten wir heute zuerst mit dem Bus von Siem Reap nach Phnom Penh. Fünfeinhalb ermüdende Stunden warteten auf uns, doch mittlerweile waren wir dies ja gewöhnt. Leider machte der Bus unterwegs nicht in dem Örtchen halt, wo die Einheimischen frittierte Taranteln verkaufen. Nicht, dass ich die Spinnen unbedingt hätte probieren wollen, aber ein hübsches Foto hätte ich schon gerne gemacht.

Für den zweiten Teil der heutigen Reise von Phnom Penh nach Sihanoukville gönnten wir uns dann einen eigenen Wagen mit Fahrer. So sparten wir zwar nicht gerade Geld, dafür aber einiges an Zeit. Zudem war die Rückbank um einiges komfortabler als die engen Bussitze. Neben uns und unseren Rucksäcken reisten auch einige Pakete im Auto mit, da der Fahrer sich parallel gleich als privater Postbote nützlich machte.

Am frühen Abend erreichten wir dann endlich Sihanoukville (oder Kompong Som, wie es früher hieß), den einzigen wirklichen Badeort in Kambodscha. Umrandet von sechs Stränden ist der Ort dementsprechend nicht nur bei den Touristen, sondern auch bei den Einheimischen sehr beliebt, um einige entspannte Tage am Strand zu verbringen. Da außerdem noch Khmer Neujahr vor der Tür steht, machten wir uns bereits auf einiges an Trouble gefasst. Doch unser Hotel, laut TripAdvisor das Zweitbeliebteste der Stadt, strahlte viel Ruhe und Gemütlichkeit aus und gefiel uns auf Anhieb.

Nachdem wir unser riesiges Dreibettzimmer bezogen hatten, erkundeten wir noch schnell vor dem Abendessen die nähere Umgebung. Der lediglich 20 Meter entfernte Strand war, wie erwartet, nicht so schön. Sand und Meer machten zwar einen schönen Eindruck, jedoch lag viel Müll herum und die Restaurants und Bars drängten sich dicht an dicht entlang des schmalen Strandes. Aber wir wollten ohnehin an den Sokha Beach, den schönsten Strand des Ortes, gleich um die Ecke. Nach der Strandbesichtigung statteten wir noch den beiden größten Tauchzentren des Ortes einen Besuch ab und informierten uns über die angebotenen Touren.

Danach war unser Erkundungsdrang nach der langen Fahrt auch erst einmal gestillt und wir gingen direkt in unser Hotelrestaurant. Wir ließen uns das Essen schmecken, genossen die lauschige Atmosphäre und zogen uns am Ende mit einer Flasche Wein auf unser Zimmer zurück.

11.04.2010: In der Praxis von Dr. Fish

13. April 2010 | 17:40 Uhr

Nachdem wir gestern zur Besichtigung der Tempel der Hitze getrotzt hatten, wollten wir es heute besonders ruhig angehen lassen und so viel Zeit wie nur möglich in unserem klimatisierten Gästehaus verbringen. So war es dann auch bereits später Nachmittag, als wir uns von einem Tuk Tuk ein weiteres Mal zum Old Market bringen ließen. Nachdem ich vor ein paar Tagen die Becken mit den hungrigen kleinen Fischen eher skeptisch beäugt hatte, wollte ich es heute wagen, meine Füße ins Massagebecken von Dr. Fish zu stecken. Zunächst wurden meine Füße gründlich gereinigt, schließlich sollen die Fische ja die toten Hautschuppen und nicht den Straßenstaub von meinen Füßen knabbern, dann tauchte ich sie langsam ins Becken und die Fische machten sich augenblicklich an die Arbeit. Ich bin zwar nicht besonders kitzelig, aber in den ersten Minuten musste ich mich doch stark beherrschen nicht hemmungslos loszukichern und meine Füße zurückzuziehen. So kicherte ich nur ein kleines bisschen vor mich hin und beobachte ansonsten neugierig, wie die Fische zwanzig Minuten lang meine toten Hautschuppen verputzten. Nach der Behandlung kribbelte die Haut, war aber auch schön weich.

Zum Abendessen ging es wieder in die Pub Street. Auf dem Balkon eines Restaurants gab es leckere Pizza und einen tollen Überblick über das Treiben auf der Straße.

10.04.2010: Die Tempel von Angkor

12. April 2010 | 17:05 Uhr

Die Tempel von Angkor gehören zu den Dingen, auf die wir uns schon die gesamte Reise gefreut haben. Bisher kannten wir die majestätischen Bauten nur aus Bildbänden oder Berichten, doch heute verschafften wir uns endlich einen eigenen Eindruck…und der begann, als es noch stockdunkel war.

Um fünf Uhr setzten wir uns in unser Tuk Tuk (natürlich auch heute wieder von Mr. Marom gefahren) und fuhren los, damit wir den Sonnenaufgang über Angkor Wat erleben konnten. Da die Tempel nur einige Kilometer vor den Toren von Siem Reap liegen, brauchten wir nicht lange für die Fahrt. Wir schritten vorsichtig über den zur Tempelanlage führenden Dammweg, da wir im gerade einsetzten Dämmerlicht noch nicht viel sehen konnten. Beim Durchschreiten des äußeren Tores eröffnete sich bereits ein erster unglaublicher Anblick. Die fünf hohen Türme des inneren Tempels zeichneten sich dunkel vor dem sich langsam erhellenden Himmel ab. Wir setzten uns an den Rand eines Wasserbeckens und warteten die folgende Stunde den Sonnenaufgang ab, während sich die Tempelanlage langsam aus dem Dunkel der Nacht materialisierte. Natürlich waren wir nicht die einzigen Touristen, die sich dieses Spektakel anschauten und angesichts der doch recht großen Anzahl “Gleichgesinnter” fragten wir uns erschrocken, wie voll es hier wohl in der Hauptsaison ist.

Nachdem die Sonne schließlich höher am Himmel stand, erkundeten wir ausgiebig die riesige Tempelanlage mit all ihren Türmen, Räumen, Säulengalerien und Reliefs. Weitere Ausführungen zum Tempel (und auch den folgenden) spare ich mir, dafür müsste ich dann sicher ein eigenes Buch schreiben. Wir waren auf alle Fälle schwer beeindruckt und hellauf begeistert und gingen nach etwas mehr als einer Stunde zurück zu unserem Tuk Tuk. Denn schließlich warteten auch noch andere Tempel auf uns, genauer gesagt gibt es auf dem über 300 km² umfassenden Areal mehrere Dutzend Tempel, aus denen wir uns für den heutigen Tag die wichtigsten und imposantesten herausgesucht hatten:

1. Angkor Wat
Oben beschrieben und sicherlich DAS Highlight aller Tempel in Angkor.

2. Phnom Bakheng
Ein Tempel hoch oben auf einem Berg. Der Tempel an sich ist nicht so beeindruckend, dafür aber die tolle Aussicht über das Land und die Türme von Angkor Wat. Vorausgesetzt, man bewältigt die extrem schmalen und steilen Stufen ohne herunterzufallen.

3. Angkor Thom (die ummauerte Stadt) mit dem Bayon Tempel
Mehrere ummauerte Tempelanlagen, wo schon die Mauer mit ihren Eingangstoren beeindruckend ist. Der Bayon Tempel mit seinen 54 Türmen und über 200 riesigen Gesichtern machte uns beinahe sprachlos. Der von uns im Anschluss besuchte Tempel Baphuon, sowie die Elefantenterrasse und die Terrasse des Leprakönigs verblassen danach ein bisschen.

4. Preah Khan
Nicht mehr ganz so gut erhalten bzw. restauriert, dafür aber mit marodem Charme und vielen geschlossenen Gängen und Räumen, die betreten werden können.

5. Ta Prohm
Das dritte Highlight von Angkor, der “Dschungeltempel”. Die Anlage ist teilweise auch recht stark zerfallen, die Besonderheit sind hier jedoch auch die mächtigen Kapokbäume, die mit ihren gewaltigen Wurzeln die Tempelbauten umklammern oder sie gar auseinander brechen. Zusammen mit den Moosbewachsenen Steinen ergibt sich hier ein ganz anderes, sehr spektakuläres Bild als in den anderen Tempeln.

Während dieses Besichtigungsprogramms wurde es wie erwartet mit jeder Stunde heißer, bis es zur Mittagszeit wieder unerträglich war. Da zugleich auch die Menge der Touristen mit jedem Tempel zunahm (auf dem Tempelberg Phnom Bakheng war nur ein weiterer Tourist, in Ta Prohm waren es hingegen mehrere Busladungen) und wir langsam auch genug Tempelbauten gesehen hatten, beschlossen wir um kurz vor zwölf den letzten Tempelbesuch vom Programm zu streichen und zurück ins Hotel zu fahren. Die Eindrücke aus sieben Stunden Tempelbesichtigungen mussten schließlich auch erst einmal verarbeitet werden.

Abendessen und ein paar kühlende Getränke gab es dann wieder im touristischen Zentrum von Siem Reap, der Pub Street. Da wir heute etwas mehr Zeit hier verbrachten, konnten wir teilweise nur kopfschüttelnd auf einige “Pauschaltouristen” blicken, die mit ihrem Verhalten vielleicht besser nach Mallorca gepasst hätten.

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