vielsehen

02.04.2010: Der letzte Tag in Vietnam

3. April 2010 | 17:46 Uhr

Ausgerechnet an dem Tag, an dem wir von Phu Quoc verlassen mussten, legte die Regenzeit einen Ruhetag ein…strahlend blauer Himmel und Sonnenschein verabschiedeten uns an diesem Morgen. Nach dem Frühstück tauschten wir noch schnell unsere Telefonnummer mit Kathi und Heiko aus, die ebenfalls heute zurück nach Ho Chi Minh-Stadt fliegen würden und mit denen wir uns am Abend treffen wollten. Mit dem Taxi ging es zum Flughafen und von dort aus wieder mit einer kleinen Propellermaschine zurück nach HCMS. Da wir bei unserem letzten Aufenthalt in HCMS mit unserem Hotel zufrieden waren, hatten wir auch dieses Mal ein Zimmer dort reserviert und wurden von einem Fahrer direkt am Flughafen abgeholt.

Am Hotel angekommen, luden wir nur kurz unser Gepäck ab und machten uns gleich wieder auf den Weg, da wir für den nächsten Tag noch unsere Weiterreise nach Kambodscha organisieren mussten. Das von uns favorisierte Reisebüro war schnell gefunden und wir buchten zwei Bustickets nach Phnom Penh. Nachdem das Wichtigste erledigt war, machten wir uns auf die Suche nach neuen Flip Flops, die meine durch den Teer ruinierten und Fabians zerstörten Flip Flops ersetzten sollten. Ich wurde gleich im ersten Laden fündig, während sich die Suche für Fabian etwas schwieriger gestaltete. Im Land der kleinen Vietnamesen ist man als Westeuropäer mit Schuhgröße 44 eine seltene Spezies, so dass wir in den ersten Läden entweder nur ein Kopfschütteln ernteten oder aber man versuchte Fabian dazu zu überreden, doch mal Schuhe in Größe 40 anzuprobieren. Mit etwas Geduld und Ausdauer fanden wir aber dann doch noch ein passendes Paar.

Danach war etwas Zeit für eine kalte Dusche und etwas Ruhe im Hotelzimmer, bevor wir uns um acht mit Heiko und Kathi trafen. Wir hatten beschlossen einer Empfehlung von Thomas zu folgen, und dem Seventeen Saloon einen Besuch abzustatten. Er hatte uns von der Livemusik vorgeschwärmt und uns versichert, dass es kein Touri-Schuppen sei. Vielmehr seien dort fast ausschließlich Vietnamesen anzutreffen. Vielleicht hätten wir schon stutzig werden müssen, als wir vor der Tür des Saloons von zwei Vietnamesen im Cowboydress inklusive Pistolenholster begrüßt und an einen Tisch geführt wurden, aber eigentlich fanden wir das ja noch ganz lustig. Weniger lustig fanden wir dann schon die Preise der Getränke, die an die Preise in einer deutschen Nobeldiskothek erinnerten. Das war dann aber auch das einzige, was in dem Laden Nobel war. Während Heiko etwas zurückhaltender aber sehr passend anmerkte, dass ihn die Atmosphäre an einen schlechten Russ Meyer-Film erinnert, war ich da weniger zurückhaltend und verpasste dem Laden das Label “Kuppel-Bums-Schuppen”. Neureiche Vietnamesen und schmierige Touristen bestellten bei jungen, halbnackten Vietnamesinnen (den sog. “Biermädchen”) teure Getränke und durften dafür hier und da mal ein bisschen rumgrabbeln oder wurden begrabbelt. Zwei besonders schmierige Exemplare am Nebentisch ließen sich sogar füttern. Allerdings war die Livemusik (eine siebenköpfige Band) wirklich gut und wir waren insbesondere von den Stimmen der beiden Vietnamesinnen sehr begeistert, wobei auch die natürlich halbnackt waren und man die Hotpants der beiden eher als zwei aneinander genähte Flicken bezeichnen konnte. Als die Band eine Pause einlegte, hatten wir definitiv genug und verließen fluchtartig den Laden.

Kopfschüttelnd suchten wir uns eine kleine Garküche am Straßenrand und ließen den Abend auf winzigen Plastikhockern an einem wackeligen Plastiktisch ausklingen…auf vietnamesisch eben!

01.04.2010: Ende gut, alles gut

3. April 2010 | 17:45 Uhr

Nach den gestrigen Wetterkapriolen rechneten wir heute mit den Schlimmsten, doch als wir zum Frühstück gingen, war hier und da bereits die Sonne zu sehen. Nach dem Frühstück war es dann jedoch vorbei damit und der erste Regenschauer ergoss sich über unser Resort. Na toll, unser letzter Tag auf der Insel sollte also auch ins Wasser fallen. Da wir an der Situation nichts ändern konnten, blieben wir einfach noch etwas länger in den bequemen Korbsesseln sitzen und schnappten uns unsere Bücher. Nebenbei beobachteten wir natürlich auch wieder die hiesige Tierwelt. Die kleinen Echsen, die sich zuerst die Bäume hochjagen und dann von einem Baum zum anderen mittels ihrer Flughäute schweben, gefallen uns besonders. Weniger angenehm sind die hier ebenfalls riesigen Wespen, Spinnen und Käfer.

Nach einer Stunde, oh Wunder, wurde das Wetter schnell besser. Der Himmel klarte auf und die Sonne schien auf uns herab. Etwas skeptisch aufgrund der Erfahrung aus den letzten Tagen, warteten wir noch ein bisschen, doch als das Wetter immer besser wurde, hielt uns nichts mehr auf. Wir schnappten unsere Strandsachen und eroberten zwei Liegen am schönen Nachbarstrand. Dort blieben wir dann bis zum Nachmittag faul liegen, beschäftigten uns weiter mit dem Kambodscha Reiseführer und unseren Büchern.

Vor dem Abendessen gab es das “Verandaprogramm” und nach dem Abendessen widmeten wir uns einigen organisatorischen Dingen für Kambodscha. Den letzten Abend auf der Insel ließen wir entspannt auf der Restaurantterrasse ausklingen. Nach dem Essen gingen wir an die Bar, wo wir noch bis 23:30 Uhr zusammen mit Heiko, Kathi (aus Hamburg) und Thomas (die Urlaubsaushilfe aus Berlin) saßen und einen wirklich lustigen Abend hatten. Gestört wurden wir nur kurzzeitig von zwei jungen Russen, die einen der dicken, riesigen Käfer (ca. 7 cm lang und 4 cm breit), die allabendlich um die Lampen torkeln (fliegen kann man das beim besten Willen nicht nennen) auf Kathi warfen. Nachdem Heiko Kathi nach ihrem kurzen und verständlichen hysterischen Anfall beruhigt hatte, schnappte er sich den Käfer und setzte ihn einem der Russen unters T-Shirt. Damit waren wir quitt und konnten unsere Unterhaltung in Ruhe fortsetzen.

31.03.2010: Die liebe Regenzeit

1. April 2010 | 15:58 Uhr

Auch an diesem Morgen traten wir mit der Hoffnung auf die Terrasse unserer Hütte, dass uns ein blauer Himmel und Sonnenschein erwarten würde. Aber auch heute wurden wir enttäuscht und mussten stattdessen mit einer grauen Wolkendecke vorlieb nehmen. Wir ließen uns Zeit mit dem Frühstück und beschlossen, uns heute dennoch eine Liege am Nachbarstrand zu mieten, da es auch ohne Sonne schön warm war.

Im Laufe des Tages klarte der Himmel etwas auf und die Sonne lugte hin und wieder durch die Löcher in der Wolkendecke hindurch und in uns keimte die Hoffnung auf, dass es vielleicht doch noch ein schöner Strandtag werden könnte. Diese Hoffnung hielt jedoch nicht wirklich lange an, da nach ungefähr einer Stunde eine nun nicht mehr graue, sondern schwarze Wolkenfront Unheil verkündend heranzog. Als das erste Donnergrollen zu hören war, packten wir schleunigst unsere Sachen zusammen und eilten zurück zu unserer Hütte. Kaum hatten wir unsere Terrasse betreten, prasselten die ersten Regentropfen herab und nur wenige Sekunden später war er wieder da, der Monsun. Mittlerweile vermute ich, dass die Knaben von Tokio Hotel ebenfalls in diesem Zeitraum auf dieser Insel gewesen sein müssen. Da der Wind so ungünstig wehte, dass auch unsere Terrasse unter Wasser gesetzt wurde, blieb uns nichts anderes übrig, als uns mit unseren Büchern unter das Moskitonetz ins Bett zu legen, und den Nachmittag dort zu verbringen. In einer Regenpause wechselten wir vom Bett in die Sessel in unserem Restaurant. Auch dort traf man nun Vorkehrungen bezüglich der heftigen Regenfälle und brachte an allen Seiten schützende Planen an.

Der restliche Abend bestand aus Lesen, Reiseberichte schreiben, einem leckeren Abendessen und etwas Planung für unsere Weiterreise nach Kambodscha. Zum Glück soll da die Regenzeit erst im Juni beginnen (aber hier ja auch eigentlich erst im Mai)…

30.03.2010: Wie sie sehen, sehen sie nix

1. April 2010 | 15:56 Uhr

Als wir an diesem Morgen gegen halb acht unsere Köpfe aus dem Bungalow steckten, regnete es nicht und die Sonne schaute ab und zu zwischen den Wolken hervor. In Vorfreude auf die bevorstehenden Tauchgänge, gingen wir zum Bootssteg unseres Resorts und warteten auf das Boot, welches uns hier abholen sollte. Und wir warteten. Und warteten. Und…nichts geschah. Mittlerweile war es kurz nach halb neun und das Boot sollte eigentlich gegen 8:15 Uhr hier sein. Naja, die verspäten sich halt ein bisschen, dachte ich. Doch dann sah ich in einiger Entfernung ein Tauchboot gen Norden fahren, welches jedoch keine Anstalten machte, uns aufzusammeln. Zwischenzeitlich beschlichen mich Zweifel, dass ich den guten Mann gestern früh am Telefon falsch verstanden hatte und wir erst morgen tauchen gehen sollten. Doch dann, kurz nach neun, kam das Boot doch noch und wir stachen in See zur Schildkröteninsel, unserem ersten Tauchspot, den wir nach einer Stunde leicht schaukelnder Bootsfahrt erreichten. Während der Fahrt hatten wir erfahren, dass wir heute nur drei Taucher sind und so sprangen wir zusammen mit unserem Guide zu viert ins Wasser…

…und sahen erstmal nichts! Die Sicht betrug aufgrund der Regenfälle der vergangenen Tage nur lausige zwei Meter. Wir tauchten ab und waren fortan möglichst darauf bedacht, unseren Guide nicht aus den Augen zu verlieren. Wir waren uns zwar nicht sicher, ob er uns wirklich viel helfen konnte, denn es war auch sein erster Tauchgang hier in diesem Revier, aber zumindest wusste er grob über die Gegend bescheid. Während des Tauchgangs besserte sich die Sicht nur bedingt und betrug zwischenzeitlich immerhin 5-6 Meter. Was wir sahen, war jedoch schön: unzählige Korallen, Tonnenschwämme und große Fischschwärme, und wir stellten uns leicht verärgert vor, wie toll und farbenfroh es hier bei guter Sicht wäre.

Das Oberflächenintervall nutzen wir, um zu unserem zweiten Tauchspot zu fahren und ein bisschen in der Sonne zu liegen. Als wir dann den zweiten Tauchgang antraten, waren alle Hoffnungen auf eine bessere Sicht sofort dahin. Und wenn die Sicht schon nicht besser wird, so kann sie ja dafür noch schlechter werden. So hatten wir maximale Sichtweiten von 3 Metern, die meiste Zeit aber lag die Sicht eher zwischen 1-2 Metern. Dementsprechend sahen wir nicht viel, immerhin aber zwei tolle farbenprächtige Exemplare von Nacktschnecken. Das “Highlight” des Tauchgangs war dann jedoch ein sichtlich aufgebrachter Riesen- Drückerfisch, der sich anscheinend von uns bedroht fühlte und mit weit aufgerissenem Maul Jagd auf uns machte. Erst als wir uns alle dicht zusammendrängten und gemeinsam langsam von ihm weg schwammen, ließ er von uns ab.

Wieder an der Wasseroberfläche verleibten wir uns zunächst das Mittagessen ein und genossen während der Rückfahrt die Sonne. Die Tauchgänge waren nun nicht wirklich toll, aber da wir noch keine alten Hasen sind, konnten wir auch heute wieder einige Erfahrung sammeln (und sei es die Navigation bei fast keiner Sicht). Ach, ich konnte mich natürlich auch wieder über meinen Tauchcomputer freuen.

Wir fuhren mit dem Boot diesmal den ganzen Weg bis nach Duong Dong, der größten Stadt auf Phu Quoc, mit. Zum einen mussten wir den Tauchtrip noch bezahlen, zum anderen wollten wir uns die kleine Stadt bei dieser Gelegenheit etwas genauer anschauen. Doch wirklich viel zu sehen gab es auch da nicht. Viel schlimmer war, dass wir bei der Straßenüberquerung im von der Sonne aufgeweichten Teer mit unseren Flip Flops stecken blieben. Hielten Melanies Latschen der Belastung noch stand, so riss bei meiner linken Sandale der Riemen und ich musste Barfuß durch den heißen Teer. Neben der Hitze war vor allem der Teer unter den Füßen unangenehm, da sich in ihm alle Steinchen der Straße sammelten und ich somit nach kurzer Zeit ein neues Fußbett hatte…nur eben kein angenehmes. Wir machten eine kurze Pause in einem Café, bevor wir uns auf die Suche nach neuen Flip Flops für mich machten (mein zweites Paar war natürlich im Resort). Doch mit Schuhgröße 44 findet man in kleinen Städtchen in Vietnam keine Schuhe. Also hieß es, weiter Barfuß durch die Straßen zu laufen. Da die Straßen aber dermaßen heiß waren, verbrannte ich mir eigentlich nur die Fußsohlen und so beschlossen wir, dem ohnehin recht unspektakulären Ort den Rücken zu kehren.

Was einfacher gesagt als getan war, denn zuerst mussten wir ein Taxi finden. Für mich gefühlte Kilometer auf heißem Asphalt später, fanden wir endlich eines. Doch der Fahrer wusste leider nicht so genau, wie er zu unserem Resort kommen soll. Meine Hilfe in Form einer Karte samt Wegbeschreibung ignorierte er geflissentlich und fuhr erst einmal in die falsche Richtung. Nach erneutem wildem Gestikulieren, hielt er schließlich an. Da auf der Karte unser Nachbarresort eingezeichnet war, sagte ich ihm, er solle uns dorthin bringen. Um sich den Weg beschreiben zu lassen (Englischkenntnisse waren leider überhaupt nicht vorhanden) rief er kurzerhand bei diesem Resort an. Sekunden später fand ich mich mit dem Handy des Fahrers in der Hand wieder und erklärte dem (radebrechend Englisch sprechendem) Resortangestellten unser Problem…und hatte gleich ein nächstes. Denn als er fragte, ob wir denn eine Reservierung für sein Resort hatten, sagte ich, dass wir eigentlich “nur” ins benachbarte Thang Loi wollen. Nach dieser Information beharrte mein Gegenüber am anderen Leitungsende beharrlich darauf, dass ich dem Taxifahrer sagen solle, dass wir ins Thang Loi Resort und nicht in sein Resort wollen. Ich versuchte es noch mit einem weiteren Erklärungsversuch, doch Sekunden später hatte der Angestellte einfach aufgelegt. Irgendwie schien der Taxifahrer nun aber doch zu wissen, wo er lang fahren musste und so erreichten wir 20 Minuten später endlich unser Resort.

Unser Vorabendprogramm wurde nach der Dusche dann etwas durcheinander gebracht, da wir uns statt unseren Büchern der kleinen Frida widmen mussten. Die Tochter von einem benachbartem Bungalow wollte unbedingt mit uns den Abend verbringen und so erkundete ich zunächst die diversen Tiere in und um unseren Bungalow gemeinsam mit ihr, bevor Melanie dann einige Partien “Mensch ärger dich nicht!” mit ihr spielte. Nach dem Abendessen ging es dann noch ein bisschen weiter, bevor andere Gäste für die Unterhaltung der kleinen Vierjährigen zuständig waren. Gegen neun Uhr gingen wir runter an den Strand, wo ein Lagerfeuer entzündet wurde und wo wir gemeinsam mit einigen anderen Gästen um das Feuer saßen und gegenseitig Reisegeschichten austauschten. Als dann eine knappe Stunde später wieder der allabendliche Monsunregen einsetzte, flohen wir zurück auf die Terrasse des Restaurants, nahmen dort noch gemeinsam ein, zwei Drinks und gingen schließlich ins Bett.

29.03.2010: Müßiggang ist aller Laster Anfang

31. März 2010 | 16:03 Uhr

Dank des Moskitonetzes wachten wir zu meiner großen Erleichterung auch wirklich nur zu zweit auf, dank der steinharten Matratze, der flachen, harten Kopfkissen und dank des heftigen Regens, der beinahe die ganze Nacht auf unser Hüttendach prasselte, allerdings nach unruhigem Schlaf und mit leichten Rückenschmerzen. Auch der Anruf des Tauchcenters morgens um viertel vor sieben, um unseren Tauchtrip für morgen zu bestätigen trug nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, so dass wir nicht gerade voller Tatendrang aus unserem Bett kletterten. Als Fabian sich anziehen wollte und nach dem Zähneputzen sein Handtuch aus dem Regal nahm, musste er feststellen, dass das Wetter der letzten Nacht ein Todesopfer gefordert hatte…die Leiche einer Spinne fiel auf den Boden. Wir hatten die Hoffnung, dass es sich um das Exemplar handelt, das uns unseren Einzug gestern vermiest hatte. Der kleine Adrenalinschub sorgte aber zumindest dafür, dass wir jetzt richtig wach waren.

Ein Blick aus der Hütte lies unsere gute Laune etwas sinken, da der Himmel noch immer Wolkenverhangen war und es nach noch mehr Regen aussah. Während des Frühstücks erfuhren wir, dass es bereits die letzten Nächte geregnet hatte und man vermute, die Regenzeit setze in diesem Jahr statt im Mai bereits schon jetzt ein. Na prima.

Statt am Strand machten wir es uns erstmal mit unseren Büchern auf der Terrasse bequem und genossen die Stille und Abgeschiedenheit unseres Resorts. Im Laufe des Tages besserte sich das Wetter zusehends und am Nachmittag tauschten wir die Liegestühle unserer Terrasse gegen die Liegestühle am Strand, um dann, mit Einbruch der Dämmerung nach einer kurzen Dusche wieder auf der Terrasse zu faulenzen.

Hungrig von den Aktivitäten des Tages lockte uns das Restaurant, wo wir den Rest des Abends verbrachten. Gerade als wir beschlossen hatten, dass es nun Zeit sei, sich schlafen zu legen, öffnete der Himmel erneut seine Schleusen. Wir warteten ab, bis sich der Regen zumindest etwas beruhigt hatte und liefen im Eilschritt zurück zu unserer Hütte. Bei einem kurzen Kontrollblick an die Decke, mussten wir feststellen, dass das Todesopfer am Morgen nicht die riesige Spinne von unserer Ankunft war, denn diese saß nun deutlich sichtbar am Deckenbalken. Naja, so lange sie dort still sitzen bleibt und nicht durch die Gegend wandert…

Auch in dieser Nacht prasselten die Regentropfen auf unser Hüttendach und wir hofften, dass es morgen bei unseren Tauchgängen nicht regnen würde.

28.03.2010: Die Insel ruft!

29. März 2010 | 15:32 Uhr

Und wir folgten ihrem Ruf natürlich gerne. Um kurz nach zehn bestiegen wir die kleine Propellermaschine und befanden uns eine Stunde später im Landeanflug auf Phu Quoc, Vietnams größte Insel. Trotz ihrer Größe ist sie bisher weitestgehend vom Tourismus unerschlossen, jedoch wurde das Potential von den Einheimischen mittlerweile entdeckt und der Bau eines neuen Großflughafens im Süden der Insel wird wohl bald der Idylle ein Ende setzen.

Um auf Nummer Sicher zu gehen und wirklich Ruhe zu haben, hatten wir uns im Norden der Insel einquartiert, wo insgesamt nur drei Anlagen stehen. Die kurze und holperige Autofahrt vom Flughafen zum Resort führte uns tatsächlich ziemlich schnell in einsame Gegenden. Das “Resort” besteht eigentlich aus einer Ansammlung von wenigen kleinen Bambushütten und liegt direkt am Strand. Sollte es zumindest. Denn als wir die Anlage erreichten und zunächst begeistert über das Terrassenrestaurant waren, mussten wir leider feststellen, dass der Strand diesen Namen nicht wirklich verdiente. Eine Ansammlung großer Felsen auf zwei Meter breitem Sand beschreibt es schon treffender. Der Grund dafür war der raue Seegang während der letzten Monsunzeit, der viel Sand weggewaschen hat. Dafür würde uns versichert, dass der Strand um die Ecke sehr schön sei. Also bezogen wir erst einmal unseren Bungalow und mussten gleich die nächste kleine Enttäuschung hinnehmen. Denn der Bungalow war nicht in einem so schönen Zustand wie erhofft. Nichts wirklich Schlimmes, aber er war schon in die Jahre gekommen und hätte etwas mehr Pflege verdient. Auch ein Frühjahrsputz hätte sicher nicht geschadet. Die wichtigsten Sachen, Bett und Bad, waren aber sauber, so dass wir nach kurzer Zeit auch darüber hinwegsehen konnten. Als sich dann aber neben den Ameisenstraßen auf der Veranda noch eine riesige Spinne an der Decke hinzugesellte (10 cm), war Melanies Freude auf vier entspannte Strandtage weitestgehend dahin. Da die Spinne so groß war, dass man sogar die Laufgeräusche hören konnte, hatte ich sogar vollstes Verständnis. Sollte der Nachbarstrand jetzt nicht wirklich schön sein, beschlossen wir, uns eine andere Bleibe zu suchen.

Doch zum Glück war der Nachbarstrand traumhaft. Nach 20m entlang einiger Felsen erreichten wir den Anfang eines kilometerlangen hellen Sandstrandes. Das Wasser war zudem glasklar, so dass sich unsere Gemüter deutlich erhellten. Da hier ein weiteres kleines Resort stand, konnten wir uns sogar zwei Liegen mieten, um die Sonne so richtig zu genießen. Das Beste war jedoch, dass außer uns lediglich ein französisches Paar mit ihren beiden Kindern am Strand war. Im Grunde waren wir also eigentlich alleine.

Die Stunden verstrichen und wir genossen die Ruhe an “unserem” Strand. Am späten Nachmittag gingen wir dann zurück zum Bungalow und als ich die Tür öffnete und den ersten Fuß hineinsetzte, huschte unsere Riesenspinne zwischen meinen Füßen ins Freie. Aber das störte uns eigentlich nur noch wenig, waren wir mittlerweile doch sehr mit allem versöhnt.

Vor dem Abendessen gab es dann den obligatorischen Drink auf unserer Veranda, bevor wir ins Restaurant gingen. Dort mussten wir feststellen, dass die anderen 14 Gäste fast ausschließlich Deutsche waren…wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass das Resort von einem deutschen Paar geleitet wird. Wir fragten uns, warum sich die Deutschen unbedingt ein deutsches Resort aussuchen müssen (wir waren hier, da zwei andere Resorts keine Bungalows mehr frei hatten) und schoben es auf mangelnde Englischkenntnisse bzw. Scheu vor Fremden. Das Essen, von Vietnamesen zubereitet, war hervorragend und so waren nun auch die letzten Zweifel an der Wahl unserer Unterkunft verflogen. Da wir mittlerweile auch Strom hatten, schickten wir noch schnell eine Mail an den hiesigen Tauchveranstalter und quatschten noch ein wenig mit zwei Mädchen aus Mainz. Bevor der Strom dann gegen 23:00 Uhr wieder abgestellt wird, schnappten wir uns unsere Bücher und gingen ins Bett…froh über das schöne Moskitonetz um uns herum, denn so waren wir sicher, morgen früh auch nur zu zweit aufzuwachen.

27.03.2010: Sai Gon

29. März 2010 | 15:29 Uhr

Ach ja, ausschlafen ist doch was Schönes. Als ich mich um kurz nach neun noch etwas verschlafen im Zimmer umsah, fiel mein Blick auf Fabian, der mein Erwachen schon ungeduldig erwartete. Da er schon eine Weile wach war, hatte er Hunger und wollte möglichst schnell frühstücken. Mir war allerdings noch so gar nicht nach frühstücken zumute und so bat ich ihn, doch einfach schon mal alleine etwas essen zu gehen. Ich blieb in dieser Zeit einfach noch etwas faul im Bett liegen und las ein wenig.

Gegen elf machten wir uns zu Fuß auf den Weg, um die Innenstadt, die als Distrikt Nummer 1 weiterhin Sai Gon heißt, zu erkunden. Als erstes erreichten wir den Ben Tanh-Markt, der mitsamt seinem Uhrturm eines der Wahrzeichen der Stadt ist und auf dem man wirklich alles bekommt, was der Einkaufswillige sich nur wünschen kann. Die fleißigen Verkäufer und Verkäuferinnen nutzen die Enge der Wege, die sich durch die zahllosen Stände winden und lassen nichts unversucht, um auf ihre Waren aufmerksam zu machen. Uns schreckte die Enge und das ständige “Madam…Sir…have a look…very cheap price!” aber eher ab und wir flüchteten Richtung Ausgang, wo wir dann doch an einem Verkaufsstand hängen blieben, der zahlreiche DVDs im Angebot hatte und den wir nach hartnäckigen Preisverhandlungen auf beiden Seiten mit den kompletten 10 Friends Staffeln sowie Gossip Girl Staffel 1-3 für gerade mal 28 Euro verließen.

Wir spazierten weiter durch die Innenstadt, vorbei am schönen Stadttheater und der beeindruckenden Notre Dame Kathedrale. Inzwischen war es wieder sehr warm und wir suchten Abkühlung und Erfrischung in einem klimatisierten Café.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Kriegsreliktemuseum, kamen wir am Wiedervereinigungspalast vorbei, einem sehr unattraktivem Gebäude, das ein Paradebeispiel für die “Baukunst” der 60er Jahre ist. Das Kriegsreliktemuseum selbst, ist das meistbesuchte Museums Sai Gons, in dem drastische Fotos die Brutalität des Vietnamkrieges darstellen, allerdings nur die Brutalität der Amerikaner. Neben Bildern von Folter- und Napalmopfern, von durch Agent Orange deformierten Babys und zerstückelten Leichen, gibt es immerhin Fotos der Anti-Kriegs-Demonstrationen in den USA. Darstellungen oder gar Hinweise auf die Gewalttaten der Vietcong oder der nordvietnamesischen Armee fehlen vollkommen. Voller Unverständnis beobachteten wir die Touristen, die die besonders brutalen Fotos abfotografierten und fragten uns, warum man so etwas tut.

Da einem die Fotos wirklich nahe gehen, aber auch weil die Luft im Museum eher der in einer Dampfsauna glich, verließen wir das Museum recht schnell wieder. Mit einem Taxi ging es zurück ins Hotel. Da wir während der Fahrt in ein Gespräch vertieft waren, merkten wir nicht, dass wir an ein Taxi mit manipuliertem Taxameter geraten fahren und so doppelt so viel wie normal zahlen mussten. Wir zahlten zwar “nur” vier Euro, ärgerten uns aber trotzdem, nicht besser aufgepasst zu haben.

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel marschierten wir noch einmal los, um uns eine Massage zu gönnen. Sehr zu meiner Erleichterung geriet ich diesmal nicht wieder an einen Folterknecht, sondern an eine feinfühlige Vietnamesin, die sich immer wieder nach meinem Wohlbefinden erkundigte. Nach der sehr entspannenden Massage ließen Fabian und ich bei einer Maniküre noch unsere Fingernägel auf Vordermann bringen, bevor wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für unser Abendessen machten. In einer kleinen Seitenstraße wurden wir fündig und genossen abermals großartige vietnamesische Kochkunst.

26.03.2010: Heiß, heißer, Ho-Chi-Minh-Stadt

29. März 2010 | 15:28 Uhr

Als wir um kurz vor fünf den Bahnhof von HCMS erreichten, wurden wir von dem leicht verschlafen aussehenden Fahrer unseres Hotels bereits sehnsüchtig erwartet, da der Zug mit fast einer Stunde Verspätung eintraf. Noch immer die Mischung aus gluckerndem Röcheln und quietschendem Schnarchen des kranken Babys in den Ohren (ich mag gar nicht daran denken, was für Krankheitserreger durch unser Abteil geschwebt sind), stellte ich mit Verwunderung fest, wie belebt die Straßen hier bereits zu dieser frühen Morgenstunde sind.

Am Hotel angekommen musste zunächst der Wachmann, der hinter dem Gittertor tief und fest schlief, aufgeweckt werden, damit er das Tor öffnen und uns reinlassen konnte. Wir bekamen unser Zimmerschlüssel in die Hand gedrückt, zwängten uns an zwei weiteren Vietnamesen vorbei, die auf zusammengeschobenen Stühlen schliefen und stiegen die schmale Treppe in den dritten Stock hinauf. In unserem Zimmer herrschten tropische Temperaturen, so dass wir schnell die Klimaanlage anstellten, die das Zimmer erstaunlich schnell auf angenehme Temperaturen herunterkühlte. Jetzt nur noch schnell die Leiche der riesigen Kakerlake direkt vor der Badewanne im Müll entsorgen, duschen und nichts wie ab ins Bett und ungestört schlafen.

Gegen elf wachten wir einigermaßen erholt auf und waren bereit, uns ins turbulente Treiben von HCMS zu stürzen. Doch kaum hatten wir die Tür unseres klimatisierten Zimmers geöffnet, hatten wir dank der schwülwarmen Luft im Flur das Gefühl, vor eine Wand zu laufen. Die Luft außerhalb des Hotels war aber noch wärmer und noch schwüler. Ein paar Schritte reichten, um uns in Schweiß ausbrechen zu lassen. Wir flüchteten ins Sozo Café, dessen Erlöse armen vietnamesischen Familien zugute kommen und akklimatisierten uns bei einem leckeren Bagel und einem erfrischenden Getränk.

Aufgrund der Temperaturen beschlossen wir, es ruhig angehen zu lassen und unser heutiges Tagesprogramm auf den Besuch des chinesischen Viertels Cho Lon zu beschränken. Für einen Fußmarsch war die zurückzulegende Strecke zu weit, so dass wir uns ein Taxi nahmen und uns am An Dong-Markt absetzen ließen. Hier sollte man laut Reiseführer auf fünf Stockwerken den betriebsamen Handel chinesischer Geschäftsleute mit exklusiven Importwaren erleben können. Wir erlebten allerdings eher ein Handeln mit überwiegend grellbunter Billigware und verließen den Markt recht schnell wieder. Als wir durch die Straßen von Cho Lon schlenderten mussten wir auch hier feststellen, dass sich das Viertel im Reiseführer deutlich interessanter und sehenswerter angehört hatte, als wir es tatsächlich empfanden und wir beschlossen nach zwei Stunden, mit dem Taxi zurück zu unserem Hotel zu fahren. Klebrig und verschwitzt wie wir waren, stand uns der Sinn nach einer erfrischenden Dusche und nach einem längeren Aufenthalt in unserem klimatisierten Zimmer.

Glücklicherweise hatten wir es zum Abendessen nicht weit, da sich im Erdgeschoss unseres Hotels ein Restaurant befindet, das zudem noch in unserem Reiseführer empfohlen wird. Die kleine Küche befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite und wir hatten die Möglichkeit, der Köchin bei der Arbeit zuzusehen.

Dieses Mal stimmten Angabe im Reiseführer und Realität für uns überein und wir waren froh, dass wir uns entschlossen hatten, hier zu essen, insbesondere als nach einer Weile ein monsunartiger Regen einsetzte und wir lediglich die Treppe hinaufsteigen mussten, um trockenen Fußes ins Bett zu gelangen.

25.03.2010: Wettentspannen

27. März 2010 | 10:54 Uhr

Bevor uns der Zug heute Abend nach Sai Gon bringt, übten wir uns erneut im Wettentspannen. Nach dem Frühstück ging es zum Strand, von wo aus wir fünf Stunden später wieder zurück zum Hotel gingen. Da Melanie mir dermaßen von ihrer gestrigen Hot-Stone-Massage vorgeschwärmt hatte, beschloss ich die verbleibenden Stunden in Nha Trang dafür zu nutzen, mir ebenfalls diese Erfahrung zu teil werden zu lassen. Nach 80 Minuten trat ich noch entspannter als ohnehin schon auf die Straße und schwebte zurück zum Hotel. Wir gingen zum frühen Abendessen in die Stadt, bevor wir mit dem Taxi zum Bahnhof fuhren. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass unser Zug eine Dreiviertelstunde Verspätung hatte. Und als er dann schließlich nach neun Uhr in den Bahnhof einfuhr, merkten wir beim Einsteigen, dass der Zug leider nicht so schön war, wie der von Ha Noi nach Hue. Alles etwas älter, schmutziger und klappriger. Naja, immer noch um einiges besser als der Schlafbus. So liege ich jetzt auf meiner Liege und schreibe das Tagebuch für die letzten Tage, unter mir schnarcht eine alte Vietnamesin mit ihrem erkälteten Enkelkind um die Wette (das Kind klingt jedoch eher nach einem röchelndem Alien) und nebenan schreit seit Stunden ein Baby (wo man sich fragt, warum Babys nie heiser werden). Weil die Leselampe an meiner Liege kaputt ist, fällt auch heute wieder die Bettlektüre aus und da ich jetzt mit dem Artikel für heute fertig bin, schnappe ich mir mein Handy und höre Musik. Es ist jetzt 23:43 Uhr und wir kommen um 04:50 Uhr in Sai Gon an…ist ja nicht mehr lange.

24.03.2010: Wir sind die Profis

27. März 2010 | 10:53 Uhr

Heute Morgen war alles genauso wie vor zwei Tagen: Bus zum Schiff, Fahrt zur Tauchstelle und dann rein ins Wasser. Alles? Nein, nicht ganz. Denn heute waren Melli und ich die Profis. Da außer uns “nur” Tauchschüler auf dem Boot waren, wurden wir als “Pro Dive Team” auf der Tafel geführt und erhielten bei der Vorstellung der Divemaster-Team-Konstellationen respektvolle Blicke der Tauchnovizen. Wir sonnten uns kurz in der uns entgegengebrachten Erfurcht, bevor wir in den üblichen Gesprächen untereinander dann klarstellten, dass auch wir eigentlich noch blutige Anfänger sind.

Auch heute gingen wir wieder an den beiden gleichen Tauchspots ins Wasser, da die vietnamesische Regierung vor Kurzem alle Tauchplätze bis auf diese zwei geschlossen und die Gebiete stattdessen für die Fischerflotten freigegeben hat. Eine ganz reife Leistung der hiesigen Politiker, vor allem wenn man bedenkt, dass das gesamte Areal eigentlich ein Naturschutzgebiet ist. Aber das wird hier wohl leider nicht so eng gesehen.

Dies trübte unseren Spaß jedoch nicht im Geringsten, denn die Tauchbedingungen waren wieder absolut hervorragend. Heute ohne Kamera unterwegs, konnte ich mich noch etwas mehr auf das eigentliche Tauchen konzentrieren. Dies und eine maximale Tauchtiefe von 11,7 Meter (jetzt gibt es immer ganz genaue Angaben, schließlich habe ich ja einen tollen Tauchcomputer!) bescherte uns eine Tauchzeit von 48 Minuten. Auch heute hatten wir das Glück, eine große Schildkröte zu sehen, diesmal konnten wir sogar ein Stück mit ihr zusammen schwimmen. Ansonsten unterschied sich der der heutigeTauchgang vom gestrigen vor allem in zwei längeren Höhlentunneln, durch die wir tauchten und in denen sich unzählige Fische versteckten…aber wir haben sie trotzdem gesehen.

Beim zweiten Tauchgang knackten wir dann fast die 60 Minuten Grenze und tauchten erst nach 57 Minuten wieder auf. Die Highlights waren:

  • unser erster gesichteter Oktupus, der sich unter einem Felsen versteckte und uns aufgrund seiner wirklich perfekten Tarnung wahrscheinlich ohne Divemaster nicht aufgefallen wäre
  • ein großer Kugelfisch, der ebenfalls ziemlich scheu war und hin und wieder mit seinem niedlichen und zugleich lustigem Mondgesicht unter einer großen Koralle hervorschaute
  • und wieder einige gefährlich aussehende und wunderschön bunte Skorpionfische.

Etwas traurig, dass beide Tauchgänge schon wieder vorbei waren, fuhren wir zurück nach Nha Trang, wo ich mich an den Strand begab und Melanie direkt einen Beauty-Salon anstrebte, um sich einem mehrstündigem Verwöhnprogramm hinzugeben. Nach einer Hot-Stone-Massage, einer Gesichtsbehandlung sowie Maniküre und Pediküre holte sie mich am Strand ab und wir gingen zurück ins Hotel.

Zum Abendessen begaben wir uns in ein kleines Straßenrestaurant in einer Baulücke, wo wir ein Tisch-BBQ machten. Dazu bestellten wir Fleisch, Brot und Salat und bekamen einen kleinen Holzkohlegrill auf den Tisch gestellt, auf dem wir die Speisen dann selber nach Lust und Laune grillen konnten. Da das Fleisch in einer der köstlichsten Soße ever eingelegt war und das Grillen zudem großen Unterhaltungswert hatte, orderten wir kurze Zeit später gleich noch eine zweite Runde. Da nach dem Grillabend noch etwas Platz in unseren Mägen war, gingen wir wieder auf ein, zwei Bier in die Crazy Kim Bar, wo es aber vor allem auch den besten Kuchen von ganz Nha Trang gibt. So gab es dann die etwas eigentümliche Mischung aus Bier und Cream Caramel Cake, wobei ich mich eher dem Bier und Melanie dem Kuchen widmete.

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